Der diskriminierte Mann

Defma(*) ist dein Ding. Du hast jedoch nicht verstanden, dass Defma im Kontext sexualisierter Übergriffe und ihrer Verharmlosung durch andere entstanden und auch dafür gedacht ist. Du setzt Defma immer ein und besonders feministischen Kreisen gegenüber. Denn ihre Art, Sexismus anzuprangern empfindest du als Übergriff dir und anderen Männern gegenüber. Du wirfst den Feministinnen vor, dir gegenüber sexistisch gewesen zu sein und lässt keine Gegenrede zu, weil es nun einmal deine Wahrnehmung ist und du das so empfindest.

Auch in Überschneidung mit Dem Platzhirsch, Dem Antisexisten und Dem Pragmatischen Sexisten zu finden.

*Das Defma-Konzept (“Definitionsmacht”) wurde entwickelt, um Personen (meistens nicht-cis Tüpen), die Opfer (meist sexualisierten) übergriffigen Verhaltens wurden, zu stärken. Aus der Erfahrung heraus, dass vielen ihre Berichte nicht geglaubt oder diese verharmlost werden, wird bei Defma der betroffenen Person uneingeschränkt geglaubt. Sie hat die Definitionsmacht über das Geschehen. Was sie als übergriffig empfunden hat, war auch übergriffig. Punkt. Sie bestimmt auch, was sie braucht und auf welche Art und Weise mit dem Täter umgegangen werden soll.

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